Golfplatz
Der Golfplatz ist der zentrale Bestandteil im Golf. Hier spielt sich das ganze Geschehen ab und hier ist ein echter Golfer zu Hause. Dementsprechend kommt einem Golfplatz bei der Planung und beim Betrieb besondere Aufmerksamkeit zuteil.

Die meisten Golfplätze liegen in einer Golfanlage, die weitere Einrichtungen beinhalten wie Übungsplätze für lange Schläge, die Driving Range, das Pitching Green für kurze Schläge und das Putting Green zum Einlochen. Dazu kommen meist eine Gaststätte oder Restaurant, liebevoll „Loch 19“ genannt, der Pro-Shop und Gebäude für das technische Equipment.
Jeder Golfplatz ist anders. Golfplätze sind in die natürlichen Gegebenheiten integrierte Sportanlagen. Die meisten Golfplätze haben 18 Bahnen, kleine Plätze 9, große 27 oder 36; die Anzahl der Bahnen ist immer durch 9 teilbar. Meist führen bei einer 18er Anlage 9 Bahnen vom Clubhaus weg und 9 wieder zurück. Eine 9er Runde dauert durchschnittlich zwei Stunden, also vier Stunden für ein klassisches Spiel.
Golfarchitekten entwerfen die Anlagen. Es werden Breaks eingebaut, kleine Hügel und Mulden, die das Spielen erschweren. Besondere Herausforderungen stellen Bunker und Wasserhindernisse dar. Bunker sind mit Sand gefüllte Gruben, die den natürlichen Dünen der ersten, historischen Golfplätze nachempfunden wurden. Sie sind meist bereits von weitem zu erkennen, der Blick und Weg in Richtung Grün jedoch behindert. Hat man einen Ball in den Bunker geschlagen, muss der Sand nach dem Hinausschlagen wieder geglättet werden. Als Wasserhindernis gelten kleine Bäche oder künstlich angelegte Seen. Hier hineingeschlagene Golfbälle sind meist verloren.
Die Länge der Bahnen wird nach Par berechnet, das ist die Schlagzahl, in der man den Golfball im besten Fall einlochen kann. Es gibt 3 – 5 Par-Bahnen in Deutschland, wobei die Abschlaglänge für Männer und Frauen unterschiedlich ist. So beträgt die Länge eines Par-3-Loches für Herren bis zu 229 m, für Damen bis zu 192 m, 5-Par-Bahnen entsprechen 431 bzw. 367 m. Die Abschlagstellen sind markiert und liegen auf einer ebenen Grasfläche. Der Golfball wird auf einem Tee platziert, wodurch er besser getroffen werden kann.
Das Ziel, das Loch am Ende der Spielbahn, ist durch einen Flaggenstock gekennzeichnet, so dass es von weitem zu sehen ist. Dieser Teil des Golfplatzes, auch Grün genannt, ist der am aufwendigsten betriebene Teil des Golfplatzes. Da hier der Golfball nicht mehr durch die Luft geschlagen wird, sondern über den Boden zum Loch getrieben wird, ist das Gras auf dem Grün besonders kurz und bedarf entsprechender Pflege. Zudem ist das Grün zumeist mit kleinen erhöhungen und Vertiefungen versehen, um das spielen auf dem Grün für den Golfer möglichst anspruchsvoll zu gestalten. Für das spielen auf dem Grün kommt zudem auch ein extra dafür vorgesehener Golfschläger zum Einsatz, der Putter.
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